Alte Musik plus

Freitag, 15. Mai 2020

19.00 Uhr

Sparkassen-Arena

Ute Lemper

RENDEZVOUS WITH MARLENE

Konzertpatenschaft: Sparkasse Landshut

I: 64,00 €, II: 52,00 €
Frühbucher: I: 57,20 €, II. 46,80 €
Förderkreis: I: 51,20 €, II: 41,60 €

Vorverkauf über Ticket online oder mit Bestellschein ab 25.11.2019

Foto: Lucas Allen

Rendezvous with Marlene

1988 in Paris. Das Telefon klingelt und Ute Lemper kann nicht fassen, dass Marlene Dietrich am Telefon ist.
Die beiden führen ein dreistündiges Telefonat – welch wertvolles Geschenk für die damals 23jährige Ute Lemper. Die Grand Dame hat ihre aufstrebende junge Kollegin ausfindig gemacht und sie angerufen, um sich für ihre Post zu bedanken. Nachdem Ute den französischen MOLIERE Award für ihre Performance in „CABARET“ in Paris erhalten hatte, schrieb sie eine Postkarte an Marlene Dietrich, direkt in die Avenue de Montaigne 12, in der Marlene seit 1979 lebte. Ute wollte sich im Wesentlichen für die mediale Aufmerksamkeit bei ihr entschuldigen.
Und dann klingelt das Telefon.
Sie sprechen über ihr Leben, ihre Arbeit und ihren Stil, ihre Liebe zu Rilke, ihr kompliziertes Verhältnis zu Deutschland, ihre Trauer und ihre Faszinationen. Wie gern würde man Mäuschen spielen und den beiden Showdamen lauschen. Ute stand am Anfang ihrer Theater- und Musikkarriere. Marlene Dietrich blickte hingegen bereits auf ein langes, erfülltes Leben voll von Filmen, Musik, unglaublichen Kooperationen, Liebesgeschichten und Ruhm zurück.
1992 in Berlin. Sechs Tage vor Utes Premiere in der Rolle der Lola in „DER BLAUE ENGEL“ im Theater des Westens – in eben dieser Rolle, die Marlene 1928 zum Star gemacht hatte – stirbt Merlene Dietrich in Paris. Nach dem glanzvollen Begräbnis in La Madeleine kehrte Marlene schließlich nach Berlin zurück, um hier ihre letzte Ruhe zu finden.
Ute Lemper, mittlerweile selbst ein Weltstar und lange Zeit als „neue Marlene“ gehandelt, berichtet uns in ihrem neuen Programm davon, nimmt uns mit, 30 Jahre in die Vergangenheit und lässt uns an ihrem Gespräch mit Marlene teilhaben. Sie erzählt uns Marlenes Geschichte und singt ihre fabelhaften Lieder aus allen Kapiteln ihres Lebens, von den Berliner Kabarettjahren bis zu ihrer wunderbaren Zusammenarbeit mit Burt Bacharach.

Foto: World History Archive

Ute Lemper

Die Karriere von Ute Lemper ist vielfältig. Sie hat sich auf der Bühne, in Filmen, auf Konzerten und als einzigartige Künstlerin auf mehr als 30 CDs in 30 Jahren Karriere einen Namen gemacht. Sie wurde allgemein für ihre Interpretationen der Berliner Kabarettlieder, der Werke von Kurt Weill und Berthold Brecht und der Chansons von Marlene Dietrich, von Edith Piaf, von Jacques Brel, von Léo Ferré, von Jacques Prevert, von Nino Rota, von Astor Piazzolla und vielen anderen gelobt. Ihre eigenen Kompositionen sowie ihre Darstellungen in Musicals und Theaterstücken am Broadway, in Paris, Berlin und im Londoner West End wurden gefeiert.
Ute Lemper wurde in Münster geboren und schloss ihr Studium an der Tanzakademie in Köln und der Max-Reinhardt-Schauspielschule in Wien ab.
Während sie die Werke von Brecht und Weill weiter aufgeführt und wiederbelebt hat, war ihr professionelles Bühnendebüt in einem Musical in der Wiener Originalproduktion von „Cats“ in den Rollen von Grizabella und Bombalurina zu sehen. Sie spielte Peter Pan in „Peter Pan“ (Berlin) und Sally Bowles in „Jerome Savarys Cabaret“ (Paris), für das sie den Moliere Award als beste Darstellerin in einem Musical erhielt. Sie spielte Lola in „Der blaue Engel“ (Berlin) unter der Leitung von Peter Zadek und Maurice Bejart kreierte ein Ballett für sie, „La Mort Subite“ (Paris). Ute Lemper trat auch in vielen „2Weill Revues“ mit dem Pina Bausch Tanztheater auf, und sie schuf die Rolle von Velma Kelly in der Londoner Produktion von „Chicago“ im West End, für die sie mit dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet wurde, und wechselte nacheinander zur Broadway-Produktion Jahr, um den American Theatre Award zu erhalten.
Die Solokonzerte von Ute Lemper, zu denen Kurt Weill / Berthold Brecht Recitals, Dietrich und Piaf / Jacques Brel / Leo Ferre / Kosma / Prevert / Sondheim gehören, und der Berliner Kabarettabend wurden an renommierten Orten auf der ganzen Welt aufgeführt. Zu ihren Symphoniekonzerten zählen die „Sieben Todsünden“, Lieder von Kurt Weill, „Songbook“ (Michael Nyman) und Lieder von Weill, Piaf und Dietrich mit den Symphonieorchestern von London, Israel, Boston, Hollywood, San Francisco, Berlin und dem Paris Radio Symphony Orchestra , The Illusions Orchestra (Bruno Fontaine) und die Michael Nyman Band (Michael Nyman). Sie trat auch in „Folksongs“ mit dem Luciano Berio Orchester (Luciano Berio) und mit dem Matrix Ensemble (Robert Ziegler) auf und spielte Berliner Kabarettlieder. Sie trat mit den besten Sinfonieorchestern der Welt von Buenos Aires bis Sydney auf.
Zu ihren gefeierten Aufnahmen für DECCA zählen „Kurt Weill“ (Bd. I und II), „Three Penny Opera“, „Die sieben Todsünden“, „Mahogonny Songspiel“, „Prosperos Bücher“ (Michael Nyman), „Songbook“ (Michael Nyman / Paul Celan), „Illusions“ (Piaf / Dietrich), Stadt der Fremden (Prever / Sondheim) und Berliner Kabarettlieder (deutsche und englische Fassung). Sie wurde 1993-1994 zur Crossover-Künstlerin des Jahres im Billboard Magazine gekürt. Anfang 2000 veröffentlichte Decca / Universal Music „Punishing Kiss“ mit neuen Songs, die von Elvis Costello, Tom Waits, Philip Glass und Nick Cave für sie komponiert wurden. Ihre folgende Veröffentlichung auf Decca „But One Day enthält neue Arrangements von Weill-, Brel-, Piazolla-, Heymann- und Eisler-Liedern sowie die ersten Aufnahmen ihrer eigenen Kompositionen, für die sie sowohl Texte als auch Musik geschrieben hat. Sie nahm auch „Crimes of the Heart“ auf, „Life is a Cabaret“ und „Ute Lemper Live“ für CBS Records und für POLYDOR, Espace Indecent, Nuits Etranges und She Has a Heart.
Sie nahm im Café Carlyle, einer der heißesten Kabarettbühnen New Yorks, ein Live-Album und eine DVD mit dem Titel „Blood and Feathers“ auf. Es wurde weltweit auf DRG / Koch Records und EDEL Records in Europa veröffentlicht.
„All That Jazz / The Best of Ute Lemper“, das Höhepunkte aus ihrer bis dato illustren Karriere enthält, wurde 1998 veröffentlicht. Zeitgleich spielte sie als Velma Kelly in der Londoner Produktion von Kander und Ebbs „Chicago“, für die sie 1998 den Olivier Award als Beste Schauspielerin in einem Musical ausgezeichnet wurde. Nach neun Monaten im Londoner West End gab Ute Lemper im September 1998 ihr Broadway-Debüt. Ein wichtiger Höhepunkt ihres achtmonatigen amerikanischen Engagements in „Chicago“ war die Hauptrolle mit Chita Rivera bei der Premiere in Las Vegas im März 1999.
Ihr Album „Between Yesterday and Tomorrow“ ist komplett selbst komponierte Musik und Ute Lemper hat es genossen, alle ihre Songs zusammen mit ihrem Lebens- und Arbeitspartner Todd Turkisher zu produzieren.
Zu ihren zahlreichen Filmen zählen „L’Autrichienne“ (Pierre Granier-Deferre), „Prosperos Books“ (Peter Greenaway), „Moscow Parade“ (Ivan Dikhovichni), „Prêt-à-Porter“ (Robert Altman), „Bogus“ (Norman Jewison) und die neuesten Veröffentlichungen, „Combat de Fauves“ (Benoit Lamy), „A River Made to Drown In“ (James Merendino) und „Appetite“ (George Milton). Sie war im Fernsehen zu sehen in „Rage / Outrage“, „The Dreyfus Affair“ (Arte), „Geschichten aus der Gruft“ (HBO), „Ute Lemper singt Kurt Weill“ (Bravo), „Illusions“ (Granada), „Songbook“ (Volker Scholendorff), „The Wall“ (Rogers Waters) ) und „The Look of Love“ (Gillian Lynn).
Ute Lemper lebt mit ihren vier Kindern Max, Stella, Julian und Jonas in New York.

Foto: Lucas Allen

Service

Konzertkarten
Online-Buchung: ab 25.11.2019
Bestellschein: ab 25.11.2019
Festivalkasse: ab Mitte April 2020

Konzertprogramme
sind voraussichtlich ab Anfang April 2020 erhältlich und können online als pdf heruntergeladen werden (siehe Kopfzeile beim jeweiligen Konzert) und sind an der Festival- und Abendkasse gegen eine Gebühr erhältlich.

Information, Kartenverkauf, Hotelreservierung
Festivalbüro:
Verkehrsverein Landshut e.V.
Altstadt 315 (Rathaus)
84028 Landshut
Tel. 0871-92205-0 - Fax 0871-89275
e-mail: tourismus@landshut.de
web: www.landshut-tourismus.bayern