Offizielle Eröffnung

Donnerstag, 14. Mai 2020

19.00 Uhr

Rathausprunksaal

Businenbläser Landshut

ad libitum Landshut

ORLANDO DI LASSO: PROPHETIAE SIBYLLARUM

Geschlossene Veranstaltung für geladene Gäste

„FRAU MUSICA“
Musik von, mit und über Frauen aus 900 Jahren

Begrüßung
Josef Deimer (1. Vorsitzender Landshuter Hofmusiktage e. V., Altoberbürgermeister, Senator E.h)

Grußwort
Alexander Putz (Oberbürgermeister)

Festansprache:
Bernd Sibler (MdL, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst)

Businenbläser Landshut, Ltg. Hermann Baier

Orlando di Lasso: Prophetiae Sibyllarum
ad libitum, Landshut

Moderation: Dr. Franzpeter Messmer

Orlando di Lasso: Prophetiae Sibyllarum

Die Frau als Prophetin. Dies ist eine Vorstellung, die bis in vorgeschichtliche Zeiten zurückreicht. In der Renaissance beschäftigten sich die Menschen auch mit der dunklen Seite der Antike. Dabei verband sich die Überlieferung der Anike mit damals noch in Volksglauben lebendigen Lokalsagen von den Sibyllen in Cumae in Sizilien, die in den dortigen Grotten gelebt haben sollen. Seit frühchristlichen Zeiten waren neue Sibyllenbücher entstanden, in denen antike Weissagungen, die Volksliteratur der Apokalypsen, die Aussprüche der apostolischen Väter und Bibelstellen zu Texten verschmolzen wurden, die heidnisches, orphisches, neuplatonisches und christliches Gedankengut miteinander verschmolzen. Die heute noch bekanntesten Darstellungen von Sibyllen finden sich in der Sixtinischen Decke von Michelangelo. Orlando di Lasso gestaltete die Musik zu den Prophetiae Sibyllarum höchst außergewöhnlich: Sie werden von einer erstaunlich modern klingenden Chromatik bestimmt, die sehr ferne Klangbereiche miteinander verbindet. Der Rhythmus wird von großen Gegensätzen, beispielsweise dem Kontrast zwischen einem sehr langsamen und sehr schnellen Sprechen bestimmt. Auf diese Weise stellt Lasso die Ekstase, Entrückung und mystische Versenkung der Seherinnen dar. Der bayerische Herzog Albrecht V. ließ von Lassos Sibyllen eine Prachthandschrift anfertigen. Diese Handschrift wurde wie ein Staatsgeheimnis behütet. Die Musik durfte nur der Herzog selbst hören. Für ihn war sie eine Offenbarung.

 Michelangelo: Sibylle von Cumae, Sixtinische Kapelle, Vatikan.

Businenbläser Landshut

Die „Businenbläser“ der „Landshuter Hochzeit 1475“ wurden 1965 gegründet. Die Busine (von lat. bucina) stammt ursprünglich aus dem arabischen Raum und wurde in Europa vom 11. bis ins 16. Jh. verwendet. Im späten Mittelalter wurde die Busine in seiner langgestreckten Form (Geradtrompete) überwiegend für militärische oder höfische Zwecke genutzt. Die Kunst des Biegens von Metallrohren, die in der Antike bekannt war, war zu diesem Zeitpunkt verloren gegangen und wurde erst um 1400, kurz vor Beginn der Neuzeit, wiederentdeckt. Seit dieser Zeit haben Naturtrompeten meist eine gewundene Form.

 

ad libitum

Das Vokalensemble „ad libitum“ entstand 1997 im Rahmen der „Landshuter Hochzeit“ und gestaltet seit 2011 das Konzert „Laudate Dominum“. Im Lauf der Jahre erarbeitete sich das Ensemble ein umfangreiches Repertoire und wurde mit zahlreichen Konzerten rasch bekannt. Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass „ad libitum“ die „Landshuter Hofmusiktage“ eröffnet.

Service

Konzertkarten
Online-Buchung: hier
Bestellschein: hier
Festivalkasse: ab Mitte April 2020

Konzertprogramme
sind voraussichtlich ab Anfang April 2020 erhältlich und können online als pdf heruntergeladen werden (siehe Kopfzeile beim jeweiligen Konzert) und sind an der Festival- und Abendkasse gegen eine Gebühr erhältlich.

Information, Kartenverkauf, Hotelreservierung
Festivalbüro:
Verkehrsverein Landshut e.V.
Altstadt 315 (Rathaus)
84028 Landshut
Tel. 0871-92205-0 - Fax 0871-89275
e-mail: tourismus@landshut.de
web: www.landshut-tourismus.bayern