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Konzerte mit Alter Musik

21.04.: Ensemble ad libitum - Musikalische Brücken
22.04.: Zefiro Torna - Allegorie der Sehnsucht
23.04.: Ensemble Leones - Al diu werlt diu stritet her
24.04.: Landshuter Hofkapelle - Missa super Filiae Jerusalem
24.04.: Workshops Alte Musik - Workshop-Abschluss-konzert
28.04.: La Venexiana - Kavaliere, Waffen, Liebschaften

 

Alte Musik plus

24.04.: Kultur-kulinarische Entdeckungen
27.04.: Nihan Devecioglu, Friederike Heumann, Xavier Diaz - Orient - Okzident
30.04.: Mara Aranda - Das sephardische Erbe
30.04.: Pera Ensemble - Levante
01.05.: Giora Feidman - Back to the Roots

 

Alte Musik rockt

29.04.: Orphaned Land - All is one

 

Alte Musik von 0 bis 99

01.05.: Franziska Janetzko, Pera Ensemble - Kaffee für den König - Familienkonzert

 

Workshops Alte Musik

23.-24.04.: Sigi Hausen, Michael Popp, Cas Gevers - Workshops Alte Musik

 

Kunstausstellung

14.04. - 01.05.: "Friede sei in deinen Mauern"

„Friede sei in deinen Mauern ...“

Kunstausstellung mit Arbeiten jüdischer, christlicher und muslimischer Künstlerinnen und Künstler

14. April - 01. Mai 2016, Rathausfoyer

 

Ramat Rachel

 

Die Ausstellung „Friede sei in deinen Mauern …“ ist eine Sonderausstellung aus der großen Ausstellung „Dialoge eröffnen – Religionen begegnen sich in der Kunst“. Diese wurde zwischen 2000 bis 2014 an über zwanzig Orten der Bundesrepublik Deutschland in Museen, städtischen Galerien und kirchlichen Räumen gezeigt.

 

Arbeiten von 16 jüdischen, christlichen und islamischen Künstlerinnen und Künstlern

Getragen wurde sie von einer Gruppe von mehr als zwanzig christlichen, jüdischen und muslimischen Künstlerinnen und Künstlern, zu denen im Verlauf auch buddhistische Künstler hinzukamen. In Landshut werden Arbeiten von 16 von ihnen gezeigt. Sie leben – obwohl unterschiedlicher nationaler Herkunft – fast alle in Deutschland. Einer der Künstler ist vor zwei Jahren in Israel verstorben, eine Künstlerin lebt in Istanbul, ein weiterer arbeitet als Kalligraph in Damaskus. Sie alle bekennen sich in diesen mehr als vierzig Arbeiten mit großem Bewusstsein zu ihren religiösen und kulturellen Wurzeln, und sie bekennen sich in der „religiösen Energie“ ihrer Arbeiten zu Frieden und gelebter Toleranz in und zwischen ihren Religionen.

 

Persönliches künstlerisches Wagnis des interreligiösen Dialogs

Bei der Auswahl der Beteiligten ging es neben der künstlerischen Qualität und Originalität oder Authentizität immer auch um die Bereitschaft, zusammen ein Projekt zu realisieren, das jedem in der Künstlergruppe auch heute noch das persönliche künstlerische Wagnis zum interreligiösen Dialog abverlangt. Es ist nicht zufällig, dass in den Ausstellungsexponaten Ironie und Parodie, in der Kunst oft eingesetzt zur Verdeckung der eigenen Identität, nicht zu finden sind, wohl aber Direktheit, Lesbarkeit und Klarheit in subtiler Farbigkeit, grafischer Energie und ausdrucksstark im plastischen Gestalten. Die gezeigten Arbeiten gehen nicht spektakulär, sondern sehr behutsam an die existentiellen Fragen unseres Lebens und ihre jeweiligen religiösen Reflexionen heran. Insofern ist diese Ausstellung eine etwas andere Ausstellung. Und es ist auch nicht zufällig, dass dem geschriebenen Wort, der Kalligraphie und den Symbolen in der Ausstellung großes Gewicht zukommt.

 

Jerusalem: Ort des Friedens

Jerusalem oder Jeruschalajim heißt übersetzt „Ort des Friedens“ und auch der Psalm 122 aus der jüdischen Bibel, dem Alten Testament, wünscht seinen Freunden und Nachbarn Frieden. Aus ihm ist der Segenswunsch für Jerusalem als Titel unserer Ausstellung entlehnt.
Jerusalem ist zudem der Ort, an dem Gotthold Ephraim Lessing den muslimischen Herrscher Saladin dem alten jüdischen Kaufmann Nathan in seinem gleichnamigen Theaterstück “Nathan der Weise“ (1779) die Frage nach der wahren Religion stellen lässt, die dieser mit dem Märchen“ von den drei gleichen Ringen, der berühmten „Ringparabel“, beantwortet. Keine der abrahamischen Religionen erhält dort den Vorzug vor den anderen. Entscheidend allein ist die „Wunderkraft, beliebt zu machen vor Gott und Menschen angenehm“. Kriterien sind gelebte Religiosität, Versöhnung und das daraus resultierende soziales Engagement. Auf dieser Basis wird das Fremde und Andere als Ansporn begriffen, das vertraute Eigene zu hinterfragen und im inneren wie auch im konkreten Dialog neu zu erleben.
Im Süden Jerusalems schließlich liegt Ramat Rachel und in unmittelbarer Nähe eines Kibbuzhotels sowie des bekannten Ausgrabungsfeldes gut 200 Jahre später der sogenannte „Park der Oliven“. In dessen Mitte und in freier Landschaft zugleich steht weithin sichtbar eine von Rau Morin geschaffene Säulenkonstellation. Sie will an einen Ausspruch im jüdischen Talmud erinnern, dass die Welt auf drei Säulen ruht: auf Wahrheit, auf Recht und auf Frieden. Auf mächtigen Betonsäulen grünt in einer perforierten Betonschale ein Olivenbaum, der Früchte trägt – aber auch vertrocknete Äste.
Diesem Mythos einer friedlichen, einer heiligen Stadt will sich auch die Ausstellung im Rahmen der Landshuter Hofmusiktage mit ihren Exponaten nähern und nachgehen.    

Jürgen W. Schaefer (Kurator der Ausstellung)                               

Folgende Künstlerinnen und Künstler stellen gemeinsam aus:

 

Jacob Abitbol

*1961 in Casablanca, lebt in Gailenkirchen

 

Ahmed Albari

*1950 in Damaskus, lebt in Damaskus

 

Ismat Amiralai

*1938 in Damaskus, lebt in Mannheim

 

Michaela A. Fischer

*1953 in Alpirsbach, lebt in Auenstein

 

Gharieb M. Gharieb

*1940 in Ismaelia/ Ägypten, lebt in Pforzheim

 

Martin Kieselstein

*1925 in Siebenbürgen, gest. 2015 in Jerusalem

 

Kokygyo Kuwahara

*1944 in Tokio, lebt in München

 

Peter Langguth

*1962 in Pforzheim, lebt in Mosbach

 

Barak Nachsholi

*1922 in Berlin, gestorben in Rehovot/Israel

 

Josua Reichert

*1937 in Stuttgart, lebt in Stefanskirchen

 

Daniel Rösch

*1963 in Gießen, lebt in St. Peter, Schwarzwald

 

Edita J. Schaefer

*1944 in Wittenberg, Ostpr., lebt in Heidelberg

 

Gereon Schatten

*1941 am Niederrhein, lebt in Gundelsheim

 

Ümran Schelling –Teczan

*1950 in Istanbul, lebt in Istanbul und Zürich

 

Dietlinde Stengelin

*1940 in Tuttlingen, lebt in Langenargen, Moos

 

Rosemarie Vollmer

*1956 in Eislingen, lebt in Gondelsheim

 

Ali Yadegar – Youssefi

*1946 in Rascht, Iran, lebt in Heidelberg
Weitere Informationen: Kunst der Religionen